Reinert Kunststofftechnik

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Gelebte soziale Verantwortung

Zeitungsartikel vom 28.06.2012

 

Die Reinert Kunststofftechnik GmbH in Bissingen ist bekannt für ihr gelebtes soziales Engagement für behinderte Menschen. Am Dienstagabend ist sie dafür im Neuen Schloss in Stuttgart mit dem Mittelstandspreis 2012 des Landes und der Caritas ausgezeichnet worden.

Ausgezeichneter Preisträger: Jürgen Hahn, Geschäftsführer von Reinert Kunststofftechnik,

mit Mitarbeiter Eduard Wagner (2. und 3. von links), umrahmt von Wirtschaftsminister

Nils Schmid und Weihbischof Bernd Uhl sowie Diözesan-Caritasdirektor für die Erzdiözese

Freiburg Monsignore Bernhard Appel auf der rechten Seite und von Prälat Wolfgang Tripp (links).

Foto: Uta Rometsch

 

Insgesamt bewarben sich für den „Mittelstandspreis für soziale Verantwortung in Baden-Württemberg 2012“ in diesem Jahr 215 Unternehmen in drei Kategorien, eingeteilt nach Firmengrößen. In der Kategorie 2 – sie betraf Firmen mit 20 bis 150 Mitarbeiter – stand unter den nominierten fünf Bewerbern zuletzt Reinert Kunststofftechnik auf dem Siegertreppchen. Das Unternehmen, das in Bissingen 130 Mitarbeiter beschäftigt, davon elf behinderte Menschen, erreichte den ersten Platz.

„Für uns ist diese hohe Auszeichnung der bisher bedeutendste Preis“, freut sich Jürgen Hahn, Geschäftsführer der Reinert Kunststofftechnik GmbH & Co. KG über die große Anerkennung der sozialen Arbeit des Unternehmens. Gleichzeitig ist es für Hahn und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein großer Ansporn, von höchster Stelle im Land bestätigt zu bekommen, „wir machen‘s richtig“.

Und das bereits seit 15 Jahren. So lange beschäftigt Reinert Kunststofftechnik Menschen mit Behinderung. Der Integrationsfachdienst des Landkreises unterstützte die Firma dabei. Seit 2006 kooperiert das Unternehmen mit einer Außengruppe der Werkstätten Esslingen-Kirchheim (WEK). Acht bis zehn Frauen und Männer aus dieser Gruppe gehen bei Reinert Kunststofftechnik selbst­ständig ihrer Arbeit nach und sind, wie Jürgen Hahn berichtet, völlig integriert im Tagesablauf. Inzwischen arbeiten aus der WEK-Außengruppe auch Behinderte im normalen Schicht­betrieb der Bissinger Firma in der Stahlbrunnstraße.

„Es ist gut, diese Menschen im Betrieb zu haben. Es ist für uns seit Langem Normalität“, sagt der Geschäftsführer, der als Unternehmer die soziale Verantwortung betont. Geprägt wurde diese Einstellung durch seine Mitarbeit im AKB Kirchheim seit 1987.

Mit diesem „Stück Normalität“ hat Reinert Kunststofftechnik Modellcharakter und unterscheidet sich von Einzelaktionen. „Bei uns ist der Umgang mit behinderten Menschen alltäglich. Sie marschieren jeden Morgen bei uns durchs Firmentor.“

Neben der Bissinger Firma wurde in der Kategorie 3, Firmen mit 150 bis 500 Beschäftigten, die Nürtinger IST Metz GmbH mit dem undotierten Preis ausgezeichnet. Damit kam ein zweites Unternehmen aus dem Land­kreis Esslingen unter den insgesamt 15 nominierten Firmen auf Platz eins.

„Das tolle Ergebnis für die Firmen aus unserem Landkreis zeigt, wie soziale Verantwortung und unternehmerischer Erfolg zusammengehen können. Die Integration behinderter Menschen in Betriebsabläufe ist ein wichtiger Weg zur Eingliederung in die Gesellschaft und kann gleichzeitig zu einer Befruchtung des Betriebsklimas beitragen“, gratulierte Landrat Heinz Eininger den ausgezeichneten Unternehmen.

Bereits zum sechsten Mal verliehen die Caritas Baden-Württemberg und das Wirtschaftsministerium den Mittelstandspreis. Schirmherren sind die Bischöfe der Diözesen Rottenburg-Stuttgart und Freiburg, Gebhard Fürst und Robert Zollitsch, sowie Wirtschaftsminister Nils Schmid

 

 

Link zum Zeitungsartikel "Teckboten"