Reinert Kunststofftechnik

  • Schrift vergrößern
  • Standard Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

50 Jahre Reinert Kunststofftechnik

E-Mail Drucken PDF

Artikel aus dem Teck Bote - 05.08.2014

 

Innovative Kunststofftechnik

1964 ist die Firma Reinert Kunststofftechnik in Wendlingen als Einmannunternehmen gegründet worden. Heute, im Jubiläumsjahr, produziert sie mit über 150 Mitarbeitern erfolgreich in Bissingen.

Seit 50 Jahren gibt es die Bissinger Firma. Auf dem kleinen Foto sind zu sehen: Gründer Hermann Reinert (links) mit Frau Brigitte (rechts) und der jetzige Inhaber Jürgen Hahn mit Frau Sabine Reinert-Hahn.Fotos: Jean-Luc Jacques/privat
Seit 50 Jahren gibt es die Bissinger Firma. Auf dem kleinen Foto sind zu sehen: Gründer Hermann Reinert (links) mit Frau Brigitte (rechts) und der jetzige Inhaber Jürgen Hahn mit Frau Sabine Reinert-Hahn.Fotos: Jean-Luc Jacques/privat

Bissingen. Der Erfolg vieler mittelständischer schwäbischer Firmen geht auf das Engagement, den Ehrgeiz, den Fleiß und den Mut ihrer Gründer zurück. Hermann Reinert war 25 Jahre alt, als er in seiner Garage in Wendlingen eine Maschine aufstellen ließ, mit der er Spritzgussteile herstellte. Die Aufträge kamen stetig, sodass sich das Einmannunternehmen kontinuierlich weiterentwickelte.

Innovative Kunststofftechnik
Innovative Kunststofftechnik

Nach mehreren Umzügen in immer größere Räumlichkeiten innerhalb Wendlingens konnte Hermann Reinert 1980 mit seiner Firma Reinert Kunststofftechnik in die erste eigene Produktionsstätte in der Wendlinger Bosslerstraße umziehen.

1997 kaufte im Zuge einer Nachfolgeregelung Hermann Reinerts Schwiegersohn, Diplomwirtschafts­ingenieur Jürgen Hahn, das florierende Unternehmen. Sechs Jahre später erwarb der neue Geschäftsführer und Inhaber von Reinert Kunststofftechnik bei einer Zwangsversteigerung das insolvente Fertigungs- und Zerspanungswerk Bissingen (FZB) auf dem ehemaligen MBB-Gelände im Gewerbegebiet Stahlbrunnstraße. Entgegen dem im Krisenjahr 2008 schlechten Konjunkturverlauf ließ Jürgen Hahn 2009 eine Logistikhalle auf dem Firmengelände errichten, um nach der Krise den Kundenanforderungen hinsichtlich der Logistikdienstleistung gerecht zu werden.

Heute bietet Reinert seinen Kunden innovative Kunststofftechnik auf 35 Spritzgussmaschinen mit Schließkräften von 1 600 Tonnen. Spezialtechniken wie Mehr-Komponenten, Insert/Outsert, Gasinnendruck sind selbstverständlich. Auch den Kundenanforderungen hinsichtlich der Weiterverarbeitung der Kunststoffteile wird Reinert voll gerecht. Dazu gehören die Montage, Baugruppenfertigung, Oberflächenveredlungen (Tampondruck, Lackierung, Verchromen, Galvanisieren) und auch das Verschweißen (Ultraschall, Vibration) von Kunststoffteilen.

Der Kundenschwerpunkt liegt dabei zu 75 Prozent im Bereich Automotive; der Rest der Kunden kommt aus den Bereichen Heizungs-, Regelungs- und Medizintechnik. Reinert Kunststofftechnik beliefert täglich seine Kunden „just in time“ und kann durch Qualität, gute Beratung und einen umfassenden Service von der Beratung, Entwicklung bis zur Serienfertigung punkten. Seit 2009 lässt das Unternehmen mit Kernsitz in Bissingen auch erfolgreich in seiner Tochterfirma in Rumänien produzieren.

Die stetige Weiterentwicklung lässt sich auch in Zahlen ausdrücken: 1996 beschäftigte Reinert Kunststofftechnik knapp 30 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 2,5 Millionen Mark im Jahr. 2013 arbeiteten bei dem Spezialisten für Kunststoffspritztechnik über 150 Beschäftigte, darunter viele angelernte Kräfte und auch Menschen mit Behinderungen. Der jährliche Umsatz betrug 23 Millionen Euro.

Das Unternehmen, das in der Seegemeinde zu den größten Arbeitgebern zählt, stößt inzwischen an seinem Standort in Bissingen an seine Grenzen. Dennoch hält Geschäftsführer Jürgen Hahn am Standort fest und kommt dabei seiner sozialen Verantwortung als Unternehmer nach, was zahlreiche Auszeichnungen belegen.

Reinert Kunststofftechnik bildet auch aus. Über 16 Azubis erlernen die Berufe Werkzeugmacher, Verfahrensmechaniker Kunststoff- und Kautschuktechnik, Industriekauffrau und –mann, Informatikkauffrau und -mann sowie Fachkraft für Lagerlogistik.pm

 

 

Link zum Artikel im Teckboten: